
Zu Beginn möchte ich allen Gästen und dem tollen Team der Krone vielmals für die nette und herzliche Runde danken!
Ein besonderer Dank auch an Sonja und Benjamin, ohne die die Durchführung unmöglich gewesen wäre!
Ein besonderer Dank auch an Sonja und Benjamin, ohne die die Durchführung unmöglich gewesen wäre!
Flight 1

La Tâche 1963 - Charmes Chambertin 1969 - Leroy*Clos Vougeot 1966 - Leroy*Clos Vougeot 1961
Sofort sehr intensive, interessante und relativ jugendliche Nase. Sehr zugänglich und zu Beginn klar auf Platz 1 des Flights. Im Laufe baut sich der Duft und Geschmack noch deutlich aus und der erste wirklich große Wein des Abends entwickelt sich in den für diesen Wein zu kleinen Gläsern. Fast Vosne- Romanée ähnliche, "pfeffrige" Noten entfalten sich zu einem komplexen Ganzen. Möglicherweise wird er sich noch weiter entwickeln und den '61 eines Tages überholen. Zukunft für viele Jahre.
La Tâche 1963 - Charmes Chambertin 1969 - Leroy*Clos Vougeot 1966 - Leroy*Clos Vougeot 1961
La Tâche 1963 (4,8cm); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Zu Beginn leicht muffige Nase, dies verschwindet aber mehr und mehr im Glas. Dazu ein feines Fichtenhonig- Parfum, leicht rauchig und erdig.
Von Anfang an sehr präsente, deutliche Süße am Gaumen, auch dies baut mit der Zeit noch schön aus. Der rauchige Ton findet sich auch am Gaumen wieder.
Nach zwei bis drei Stunden kaum Mufftöne, baut enorm aus für dieses überaus schwierige Jahr und liegt am Ende an guter dritter Stelle im hochkarätigen Flight.
Charmes Chambertin 1969 (2,7cm); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Leichte Oxidation zu Beginn die sich auch nicht ganz abbaut. Wirkt ruppiger, kantiger und ungeschliffener im Vergleich zu den anderen Weinen des Flights. Am Gaumen leichte Schwebstoffe. Insgesamt kein schlechter Wein, wirkt trotz jüngstem Alters doch am ältesten, jedoch noch nicht ausgezehrt. Lezter Platz des Flights
Leroy Clos Vougeot 1966 (2,8cm); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Zu Beginn leicht muffige Nase, dies verschwindet aber mehr und mehr im Glas. Dazu ein feines Fichtenhonig- Parfum, leicht rauchig und erdig.
Von Anfang an sehr präsente, deutliche Süße am Gaumen, auch dies baut mit der Zeit noch schön aus. Der rauchige Ton findet sich auch am Gaumen wieder.
Nach zwei bis drei Stunden kaum Mufftöne, baut enorm aus für dieses überaus schwierige Jahr und liegt am Ende an guter dritter Stelle im hochkarätigen Flight.
Charmes Chambertin 1969 (2,7cm); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Leichte Oxidation zu Beginn die sich auch nicht ganz abbaut. Wirkt ruppiger, kantiger und ungeschliffener im Vergleich zu den anderen Weinen des Flights. Am Gaumen leichte Schwebstoffe. Insgesamt kein schlechter Wein, wirkt trotz jüngstem Alters doch am ältesten, jedoch noch nicht ausgezehrt. Lezter Platz des Flights
Leroy Clos Vougeot 1966 (2,8cm); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Leroy Clos Vougeot 1961 (3,7cm); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Der '61er Vougeot lag zu Beginn durch seine Verschlossenheit hinter dem '66er Zurück. Doch die unverbrauchte Farbe, die dunkelste des Flights, ließ schon erahnen, dass hier noch mehr kommen würde.
Baut mit der Zeit unheimlich aus, am Gaumen kein Alter. Auch hier wieder Pfeffer, Bratensaft, eine feine Süße, dabei sehr vollmundig, sehr gutes Mundgefühl, sehr komplex.
Ein großer Wein, der sich womöglich noch nicht einmal auf seinem Höhepunkt befindet.
Flight 2

Haut Brion 1962 - La Lagune 1961 - Pape Clement 1959
Ein sehr spannendes Flight voller Überraschungen
Hier typische, erdige und leicht schokoladige Merlot- Noten, entwickelt sich aber mit den kleinen Resten in den kleinen Gläsern nicht mehr viel weiter und bleibt eher verschlossen. Viel Potenzial!
Reihenfolge??
Am Gaumen ebenfalls keinerlei Ermüdungserscheinungen, regelrecht jung und richtig groß, diese fast perfekte Flasche.
Zum Finale noch eine mundgeblasene, schiefe Burgunder- Flasche aus dem Jahr 1928.
Mit die größte Überraschung des Abends. Völlig unverbrauchte Farbe, noch dunkler als die der Burgunder des ersten Flights. Eher Bordeaux als Burgund. Am Gaumen Alkohol!, Kraft, Biss, zu Beginn sogar ein wenig grob und hemdsärmelig, aber dabei nicht plump.
An der Luft baut der Corton noch weiter aus und ich hätte niemals auf einen Burgunder eines solchen Alters getippt!
1919 Chateau Pajot (Monopllage von D'Yquem) (lms/ls); 1,5 Stunden geöffnet + 2 Std. dekantiert, über 1-2 Stunden im Glas verfolgt:
Haut Brion 1962 (4,6cm); 3 Stunden geöffnet, über 1-2 Stunden im Glas verfolgt:
Eine Überraschung gleich zu Beginn des Flights:
Wunderbare, offene und zugängliche Nase. Zedernholz, Waldboden, dezente Süße.
Auch am Gaumen rund und ausgewogen. Füllig und komplex für einen 62er.
Bester Wein des Flights, der sich jetzt wahrscheinlich auf dem Höhepunkt befindet, dort aber noch verharren dürfte.
La Lagune 1961 (upper-ts); 3 Stunden geöffnet, über 1 Stunde im Glas verfolgt:
Vom offenen Haut Brion zum verschlossenen La Lagune. Kein Alter in der Farbe und in der Nase, voller Körper.
Bleibt aber den Abend über relativ verschlossen und lässt Frucht und Finesse des Haut Brion missen. Letzter Platz im Flight
Pape Clement 1959 (into); 3 Stunden geöffnet, über 1-2 Stunden im Glas verfolgt:
Auch der dritte und älteste Wein des Flights zeigt kein Alter in der Farbe. Auch der anfängliche Muff - Ton verschwindet mit der Zeit. Er öffnet sich nur sehr langsam und lässt Frucht vermissen. 2. Platz im FlightEine Überraschung gleich zu Beginn des Flights:
Wunderbare, offene und zugängliche Nase. Zedernholz, Waldboden, dezente Süße.
Auch am Gaumen rund und ausgewogen. Füllig und komplex für einen 62er.
Bester Wein des Flights, der sich jetzt wahrscheinlich auf dem Höhepunkt befindet, dort aber noch verharren dürfte.
La Lagune 1961 (upper-ts); 3 Stunden geöffnet, über 1 Stunde im Glas verfolgt:
Vom offenen Haut Brion zum verschlossenen La Lagune. Kein Alter in der Farbe und in der Nase, voller Körper.
Bleibt aber den Abend über relativ verschlossen und lässt Frucht und Finesse des Haut Brion missen. Letzter Platz im Flight
Pape Clement 1959 (into); 3 Stunden geöffnet, über 1-2 Stunden im Glas verfolgt:
Ein sehr spannendes Flight voller Überraschungen
Cantemerle 1961 - Angelus 1961 - La Fleur Petrus 1961
Cantemerle 1961 (upper-ts); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Dem ersten Wein entströhmt eine tolle, fruchtige Süße. Ein voller, komplexer Duft. Die Farbe ist nahezu unverbraucht. Der Archetyp eines großen Bordeaux: Cassis, Schwarze und Rote Früchte, sehr rund und ausgewogen.
Jetzt wahrscheinlich auf dem Höhepunkt, aber mit Zukunft.
Angelus 1961 (ts); 3 Stunden geöffnet, über 3-4 Stunde im Glas verfolgt:
Die nächsten zwei Weine lagen zu Beginn noch recht deutlich hinter dem offenen und zugänglichen Cantemerle.
Doch nach fast 3 Stunden entwickelte sich der Angelus doch mindestens bis auf Cantemarle Niveau, oder gar darüber.
Vom Potenzial ein ganz großer Wein, der von seinem Höhepunkt noch entfernt sein dürfte.
La Fleur Petrus 1961 (vts); 3 Stunden geöffnet, über 3-4 Stunden im Glas verfolgt:
Im Grunde kann man dasselbe auch für den 61er La Fleur Petrus sagen.Dem ersten Wein entströhmt eine tolle, fruchtige Süße. Ein voller, komplexer Duft. Die Farbe ist nahezu unverbraucht. Der Archetyp eines großen Bordeaux: Cassis, Schwarze und Rote Früchte, sehr rund und ausgewogen.
Jetzt wahrscheinlich auf dem Höhepunkt, aber mit Zukunft.
Angelus 1961 (ts); 3 Stunden geöffnet, über 3-4 Stunde im Glas verfolgt:
Die nächsten zwei Weine lagen zu Beginn noch recht deutlich hinter dem offenen und zugänglichen Cantemerle.
Doch nach fast 3 Stunden entwickelte sich der Angelus doch mindestens bis auf Cantemarle Niveau, oder gar darüber.
Vom Potenzial ein ganz großer Wein, der von seinem Höhepunkt noch entfernt sein dürfte.
La Fleur Petrus 1961 (vts); 3 Stunden geöffnet, über 3-4 Stunden im Glas verfolgt:
Hier typische, erdige und leicht schokoladige Merlot- Noten, entwickelt sich aber mit den kleinen Resten in den kleinen Gläsern nicht mehr viel weiter und bleibt eher verschlossen. Viel Potenzial!
Reihenfolge??
Flight 4

Rauzan Segla 1959 - Petrus 1952
Rauzan Segla 1959 (into); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Auch der erste Wein des vierten, kleinen Flights lässt kaum auf das Alter schließen, was sicherlich auch auf die perfekt konditionierte Flasche zurückzuführen ist.
Dass es sich um einen 59er Rauzan Segla handelt, hat doch überrascht. Kraft, Ecken und Kanten, viel Charakter!
Petrus 1952 (lms); 2 Stunden geöffnet+1/2 Std. dekantiert, über 2-3 Stunde im Glas verfolgt:
Der nächste Wein weist deutliche Töne der Oxidation auf, die im Laufe geringer werden, doch immer präsent bleiben. Auch am Gaumen leicht marode, aber noch trinkbar. Hier wurde schnell auf die low-mid-shoulder Petrus getippt.
Auch der erste Wein des vierten, kleinen Flights lässt kaum auf das Alter schließen, was sicherlich auch auf die perfekt konditionierte Flasche zurückzuführen ist.
Dass es sich um einen 59er Rauzan Segla handelt, hat doch überrascht. Kraft, Ecken und Kanten, viel Charakter!
Petrus 1952 (lms); 2 Stunden geöffnet+1/2 Std. dekantiert, über 2-3 Stunde im Glas verfolgt:
Der nächste Wein weist deutliche Töne der Oxidation auf, die im Laufe geringer werden, doch immer präsent bleiben. Auch am Gaumen leicht marode, aber noch trinkbar. Hier wurde schnell auf die low-mid-shoulder Petrus getippt.
- Pause + Beginn des 3 Gänge Menus -
Flight 5 (zum Hauptgang)

Beychevelle 1955 - Nenin 1955 - La Mission Haut Brion 1950
Beychevelle 1955 (vts-bn); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunden im Glas verfolgt:
Der letzte Flight beginnt mit einem Wein, dem man das Alter sowohl in der Farbe, als auch am Gaumen anmerkt. Er hat trotzdem noch Kraft, doch gegen die zwei zwei anderen Weine des Flights har er keine Chance.
Nenin 1955 (ts); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunde im Glas verfolgt:
Der nächste Wein wirkte wieder deutlich jünger, trotz leichter Liebstöckel-Note. Schokolade, Liebstöckel, Waldboden, "Merlot-Stinker", dabei aber rund und mit sehr gutem Mundgefühl, stoffig, rund.
La Mission Haut Brion 1950 (ts); 3 Stunden geöffnet, über 4-5 Stunden im Glas verfolgt:
Der letzte Kandidat war möglicherweise auch der exotischte. Die pure Minze stoch sofort aus dem Glas. Sehr komplex, weich, süß und voll das Parfüm.Der letzte Flight beginnt mit einem Wein, dem man das Alter sowohl in der Farbe, als auch am Gaumen anmerkt. Er hat trotzdem noch Kraft, doch gegen die zwei zwei anderen Weine des Flights har er keine Chance.
Nenin 1955 (ts); 3 Stunden geöffnet, über 2-3 Stunde im Glas verfolgt:
Der nächste Wein wirkte wieder deutlich jünger, trotz leichter Liebstöckel-Note. Schokolade, Liebstöckel, Waldboden, "Merlot-Stinker", dabei aber rund und mit sehr gutem Mundgefühl, stoffig, rund.
La Mission Haut Brion 1950 (ts); 3 Stunden geöffnet, über 4-5 Stunden im Glas verfolgt:
Am Gaumen ebenfalls keinerlei Ermüdungserscheinungen, regelrecht jung und richtig groß, diese fast perfekte Flasche.
1928 Corton (6,5cm) aus kaltem Keller, nie bewegt worden; 3 Stunden geöffnet, über 3-4 Stunden im Glas verfolgt:
Mit die größte Überraschung des Abends. Völlig unverbrauchte Farbe, noch dunkler als die der Burgunder des ersten Flights. Eher Bordeaux als Burgund. Am Gaumen Alkohol!, Kraft, Biss, zu Beginn sogar ein wenig grob und hemdsärmelig, aber dabei nicht plump.
An der Luft baut der Corton noch weiter aus und ich hätte niemals auf einen Burgunder eines solchen Alters getippt!
1919 Chateau Pajot (Monopllage von D'Yquem) (lms/ls); 1,5 Stunden geöffnet + 2 Std. dekantiert, über 1-2 Stunden im Glas verfolgt:
Der 1919 Chateau Pajot wies wie der Petrus eine deutliche "Muff"- Note auf, wurde im Dekanter besser, blieb jedoch auch am Gaumen leicht morbide. Nicht uninteressant und schon gar nicht untrinkbar.

Der leckere Tischwein aus der Impi: 1995 Le Gay
Zu Beginn aus der Magnum: 2001 Auslese von Tyrell/ Karthäuserhof
Zu Flight 1 bis 4 gab es verschiedenes Fingerfood und eine Brotauswahl.
1. Gang: Gänseleberparfait und leicht angebratene Gänseleber auf karamelisierten Apfelspalten, Feldsalatstrauß + Brioche.
2. Gang: Geschmortes Rinderbäckchen in Portwein-Sud mit Mini-Knödeln
3. Gang: Schokoladen Crème Brûlée mit eingelegten Orangen
Käse-Auswahl
Die Notizen sind allesamt etwas kurz ausgefallen, da ich trotz Verstärkung alle Hände voll zu tun hatte! :-)


Der leckere Tischwein aus der Impi: 1995 Le Gay
Zu Beginn aus der Magnum: 2001 Auslese von Tyrell/ Karthäuserhof
Zu Flight 1 bis 4 gab es verschiedenes Fingerfood und eine Brotauswahl.
1. Gang: Gänseleberparfait und leicht angebratene Gänseleber auf karamelisierten Apfelspalten, Feldsalatstrauß + Brioche.
2. Gang: Geschmortes Rinderbäckchen in Portwein-Sud mit Mini-Knödeln
3. Gang: Schokoladen Crème Brûlée mit eingelegten Orangen
Käse-Auswahl
Die Notizen sind allesamt etwas kurz ausgefallen, da ich trotz Verstärkung alle Hände voll zu tun hatte! :-)


Zu den Flights: das Wesentliche hat Michael Schmidt bereits niedergeschrieben. Daher nur noch einige Ergänzungen.
AntwortenLöschenZu La Tache 63: die Säure gut eingebunden, der Wein braucht noch Stunden Luft. Die Süsse wird immer feiner. Vielleicht wäre er einige Stunden später nicht nur als guter Dritter des Flights herausgekommen.
Charmes Chambertin 69: zwar sehr klar und gut strukturiert, dennoch etwas enttäuschend für dies gute Jahr, 4. Platz.
Clos Vougeot 66: feiner Zedernton in Duft und im Mund.
Clos Vougeot 61: sehr feine Süsse, schöner Ziegenstall, insgesamt ein großer Wein.
Zum 2. Flight:
Haut-Brion 62: trotz aller Offenheit und Süsse noch viel Tannin, aber gut eingebunden in Süsse und Fülle des großwn Weins. Platz 1 des Flights.
La Lagune 61:Ziegenstall, schmeckt zuerst mehr wie ein Burgunder, herrliche Süsse, später schwarze Bordeaux-Johannisbeere.
Pape Clement 59: braucht noch viel mehr Luft,
mit der Zeit immer feinere Süsse, dann Rauchnoten, entfaltet sich immer besser.
Zum 3. Flight:
Cantemerle 61: Johannisbeere pur, saftig, rund,
ein beglückender Bordeaux, einer der besten Cantemerls.
La Lagune 61: leichte schwarze Johannisbeere, auf der Zunge voller als in der Nase, später Kirscharomen und angenehme leichte Bittermandeltöne/Frangipannoten.
La Fleur Petrus 61: in der Tat bis zum Schluß verhalten, was aber auf Luftmangel zurückzuführen ist, sicher ein großer Wein und noch lange nicht über den Zenit. Plötzlich leichter Veilchenton.
Zum 4. Flight:
Rauzan Segle 59:schöner Burgunder-Ziegenstall, ist gut tariert, feste Struktur.
Petrus 52: siehe M. Schmidt, nach Stunden starke Sellerienoten.
Zum 5. Flight:
Beychevelle 55:Kirschton zuerst, später Burgunderziege, gut, aber keine Chance gegen den großen La Mission.
Nenin 55:erstaunlich jung und fest, Ziegenstall, deutliche Steigerung zu Beychevelle, sehr feiner Wein
La Mission-Haut Brion 50: wohl der Wein des Abends, hat alles was einen großen Bordeaux ausmacht.
Noch längst nicht auf dem Höhepunkt, perfekte Flasche. Zimtnase. Erst Kirsche, später Schokolade pur und Minze. Wirkt noch sehr jugendlich und ungemein fest. Für mich einer der beiden Weine des Abends.
Zum Finale:
Corton 28: ungemein fest, Körper, Struktur und butterzart, herrliche Süsse. Wie so oft bei den Zwanzigern: nicht müde, im Gegenteil, sie können noch lange. Zedernholz, Zimt, eingelegte Plaumen. So groß wie der 50iger. Doch aus der Erfahrung heraus keine Überraschung.
Le Pajot 19: Honigtöne, wunderbare Säure, Süsse und Säure gut tariert.
Le Gay 95: braucht noch viel mehr Luft, nach 3 Stunden im Glas Grappatöne, immer weicher und am Ende ein schöner Pomerol.