
Bitte besuchen Sie auch den Blog von Michael Quentel http://weinwelt.blogg.de/.
Zu aller erst vielen Dank an die fleissigen Helferlein in der Küche, am Tisch, mit den Tellern und Gläsern!
Jetzt ist das Wochenende schon wieder vorbei, doch viele Eindrücke sind geblieben.
Die Kondition der Flaschen hat mich sehr zufrieden gemacht.
Einzig eine schrecklich verkorkte Flasche bei mehr als 40 Flaschen... Dieser Schnitt kann sich sehen lassen.
Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei allen Teilnehmern. Jeder hat auf seine Art und Weise die Abende zu dem gemacht, was sie waren!
Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere seine Eindrücke unter "Kommentare" veröffentlichen würde!




Alle Weine wurden in zwei Runden degustiert, d.h. im ersten Durchgang wurde nur die halbe Flasche verbraucht.Ich habe mir keinerlei Notizen gemacht. Wenn etwas zu den Weinen geschrieben steht oder bepunktet wurde, dann geschieht das völlig subjektiv und aus der Erinnerung heraus.
Alle Weine wurden um 7 Uhr früh geöffnet und wieder leicht mit Kork verschlossen.
Um 10,30Uhr wurde der Kork entfernt zur langsamen Sauerstoff- Zufuhr.
Die Weine waren also mindestens 8,5 Stunden geöffnet.
Um 10,30Uhr wurde der Kork entfernt zur langsamen Sauerstoff- Zufuhr.
Die Weine waren also mindestens 8,5 Stunden geöffnet.
1. Tag
Rote Weine von 1959 bis 1952
Rote Weine von 1959 bis 1952
Begrüßung:
Zur Begrüßung gab es einen Riesling von Clemes Busch: 2007 Marienburg GG 1. Lage
Ein feiner, kräftiger Riesling, der mit Tiefgang und Finesse glänzt. Aktuell einer meiner Lieblinge...
Dann ging es endlich los mit dem ersten Rotweinflight:
1. Flight:
1. Wein: 1959 Volnay von Joseph Drouhin, abgefüllt von Grafé Lecocq (Füllstand 3,7cm)
Gleich zu Beginn ein sehr feiner und eleganter Wein. Für den ersten Wein des Abend ein gguter Einstand!
2. Wein: 1959 Volnay 1er Crù Santenots ebenfalls von Joseph Drouhin, abgefüllt von Grafé Lecocq (Füllstand 4,6cm)
3. Wein: 1959 Pommard von de Cannière (Füllstand 4,1cm)
Im ersten Durchgang noch sehr verschlossen. Eisen, Blut und zu präsente Säure.
Im zweiten Durchgang hatte sich wohl eine bessere Balance und etwas mehr Süße ausgebildet, die der Säure ein wenig Paroli bot.
2. Flight:
1. Wein: 1959 Beaune Grèves 1er Crù von Paul Bonnet (Füllstand 1,9cm)
Ein sehr feiner Wein. Feminin, saftig, schöne Süße. Bis zu diesem Punkt womöglich der schönste Wein im Feld
2. Wein: 1959 Beaune Clos de Mouches 1er Crù von Paul Bonnet (Füllstand 3,5cm)
Nochmals eine deutliche Steigerung zum vorherigen Wein. Man konnte ihn durchaus als groß bezeichen. Sehr geschliffen, finessig, tolle Süße.
Ein sehr feines und volles Mundgefühl. Große Nase mit allem was Burgund ausmacht. Von mir optimistisch mit um die 95 Punkte bewertet.
3. Wein: Gevrey Chambertin von unbekanntem Winzer/ Negociant (Füllstand 7,4cm)
Dieser GC. schwächelte ein wenig und war auch schon direkt nach dem Öffnen als schwächster Wein einzustufen.
Nicht zuletzt der Füllstand machte dem Wein zu schaffen...
4. Wein: 1959 Chambolle Musigny von de Cannière (Füllstand 4cm)
Diesen Wein hatte ich schon mehrfach getrunken und mit bis zu 94 Punkten im Glas.
Doch dieses Mal schien die Flasche nicht in der Kondition der vorherigen zu sein. Zu scharf die Säure, die auch im zweiten Durchgang nicht besser eingebunden wurde. Doch gegen den Clos de Mouche auch im perfekten Zustand chancenlos!
3. Flight: Das letzte 1959 Flight mit einem Piraten dessen Performace wohl niemand erwartet hätte (mich eingeschlossen)
1. Wein: 1959 Corton von Joseph Drouhin abgefüllt von Grafé Lecocq (Füllstand 3,8cm)
Die leichte Trübung und Schwebstoffe im Glas haben den Wein schenbar nicht beeinträchtigt
2. Wein: 1959 Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken Naturrein Cabinet (Füllstand 2,5cm)
Eine einzigartige Nase mit hohem Wiedererkennungswert. "Nasser Feuerwerkskörper am Tag nach Sylvester" war mein ersten Gedanke.
In der Farbe schon recht fragil, leicht bräunlich (die hellste und "schwächste" Farbe aller 1959er).
Am Gaumen aber unheimlich süß, mineralisch, ausgewogen, mit Säure im Gegengewicht.
3. Wein: 1959 Latricieres Chambertin von Remoissenet (Füllstand 3cm)
4. Flight:
1. Wein: 1952 Nuits St. Georges von Louis Latour (Füllstand 3,1cm)
Eine hervorragend konditionierte Flasche.
Von der Klasse problemlos auf 1er Cru oder Grand Cru Niveau, was wieder einmal zeigt, dass die Klassifikation nicht viel aussagt...
Er hat es bei mir über beide Abende in die Top 8 geschafft.
2. Wein: 1952 Chambolle Musigny von Louis Latour (Füllstand 4,6cm)
3. Wein: 1952 Grands Echezeaux von der Domaine de la Romanée-Conti (Füllstand 7cm)
Trotz sehr bedenklichen Füllstands einer DER Weine des Wochenendes.
Filigran, finessig, dabei aber nicht leicht zu verstehen. Eine gewisse "kühle" Aromatik. Würze und Mineralien unheimlich definiert und gradlinig. Groß.
5. Flight: Das letzte Flight schloss mit einem Wein aus zwei der guten 50er Jahre
1. Wein: 1955 Clos de la Vigne au Saint von Louis Latour (Füllstand 5,2cm)
Ich hatte vom 55er grundsätzlich mehr erwartet als vom 52er, der jedoch auf Grund seines schlechteren Füllstands zuerst im Flight war.
2. Wein: 1952 Corton la Vigne au Saint (Füllstand 4,3cm)
Er schnitt deutlich besser ab als der 55er, landete bei mir persönlich jedoch nicht unter den ersten 8 Top Weinen, unter denen nur 2 Grand Cru waren!
Süsswein:
Zum Dessert wurde ein 1959 Chateau de Malle Sauternes (de lur Saluces) gereicht (Füllstand ts)
Ein Sauternes von eher leichtem Körper, angenehm zu trinken, fehlerlos aber nicht groß.



Nachdem der offizielle Teil zu Ende war, wurde spontan (daher war er nicht bereits am Morgen geöffnet worden) noch ein 1911 Corton Clos du Roi geöffnet, sofort dekantiert und nach ca. einer Stunde getrunken.
Diese Vorgehensweise entspricht dessen, wie alte Weine bei einem Großteil der Raritätenverkostungen / Degustationen etc. behandelt werden.
Der Wein präsentierte sich unglaublich tief, jung und frisch in der Farbe. Die Nase war sehr gut, jedoch nicht besonders expressiv.
Am Gaumen konnte er sein Alter nicht verleugnen, jedoch hat der Wein auch fast nichts preisgegeben, ausser eines noch mittleren Körpers und einer zu aufdringlichen Säure.
Da ich den Wein kannte und deutlich anders schon im Glas hatte (mit anderer Vorgehensweise bei Öffnung/ Karaffierung) beschlossen wir eine vom Füllstand möglichst identische Flasche am nächsten Tag nochmals zu verkosten.
Diesmal jedoch mit der Methode, die auch für die anderen Weine genutzt wurde.
Das Ergebnis finden Sie demnächst beim zweiten Post zum 2. Tag, mit Weinen von 1949 bis 1895.
Zur Begrüßung gab es einen Riesling von Clemes Busch: 2007 Marienburg GG 1. Lage
Ein feiner, kräftiger Riesling, der mit Tiefgang und Finesse glänzt. Aktuell einer meiner Lieblinge...
Dann ging es endlich los mit dem ersten Rotweinflight:
1. Flight:
1. Wein: 1959 Volnay von Joseph Drouhin, abgefüllt von Grafé Lecocq (Füllstand 3,7cm)
Gleich zu Beginn ein sehr feiner und eleganter Wein. Für den ersten Wein des Abend ein gguter Einstand!
2. Wein: 1959 Volnay 1er Crù Santenots ebenfalls von Joseph Drouhin, abgefüllt von Grafé Lecocq (Füllstand 4,6cm)
3. Wein: 1959 Pommard von de Cannière (Füllstand 4,1cm)
Im ersten Durchgang noch sehr verschlossen. Eisen, Blut und zu präsente Säure.
Im zweiten Durchgang hatte sich wohl eine bessere Balance und etwas mehr Süße ausgebildet, die der Säure ein wenig Paroli bot.
2. Flight:
1. Wein: 1959 Beaune Grèves 1er Crù von Paul Bonnet (Füllstand 1,9cm)
Ein sehr feiner Wein. Feminin, saftig, schöne Süße. Bis zu diesem Punkt womöglich der schönste Wein im Feld
2. Wein: 1959 Beaune Clos de Mouches 1er Crù von Paul Bonnet (Füllstand 3,5cm)
Nochmals eine deutliche Steigerung zum vorherigen Wein. Man konnte ihn durchaus als groß bezeichen. Sehr geschliffen, finessig, tolle Süße.
Ein sehr feines und volles Mundgefühl. Große Nase mit allem was Burgund ausmacht. Von mir optimistisch mit um die 95 Punkte bewertet.
3. Wein: Gevrey Chambertin von unbekanntem Winzer/ Negociant (Füllstand 7,4cm)
Dieser GC. schwächelte ein wenig und war auch schon direkt nach dem Öffnen als schwächster Wein einzustufen.
Nicht zuletzt der Füllstand machte dem Wein zu schaffen...
4. Wein: 1959 Chambolle Musigny von de Cannière (Füllstand 4cm)
Diesen Wein hatte ich schon mehrfach getrunken und mit bis zu 94 Punkten im Glas.
Doch dieses Mal schien die Flasche nicht in der Kondition der vorherigen zu sein. Zu scharf die Säure, die auch im zweiten Durchgang nicht besser eingebunden wurde. Doch gegen den Clos de Mouche auch im perfekten Zustand chancenlos!
3. Flight: Das letzte 1959 Flight mit einem Piraten dessen Performace wohl niemand erwartet hätte (mich eingeschlossen)
1. Wein: 1959 Corton von Joseph Drouhin abgefüllt von Grafé Lecocq (Füllstand 3,8cm)
Die leichte Trübung und Schwebstoffe im Glas haben den Wein schenbar nicht beeinträchtigt
2. Wein: 1959 Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken Naturrein Cabinet (Füllstand 2,5cm)
Eine einzigartige Nase mit hohem Wiedererkennungswert. "Nasser Feuerwerkskörper am Tag nach Sylvester" war mein ersten Gedanke.
In der Farbe schon recht fragil, leicht bräunlich (die hellste und "schwächste" Farbe aller 1959er).
Am Gaumen aber unheimlich süß, mineralisch, ausgewogen, mit Säure im Gegengewicht.
3. Wein: 1959 Latricieres Chambertin von Remoissenet (Füllstand 3cm)
4. Flight:
1. Wein: 1952 Nuits St. Georges von Louis Latour (Füllstand 3,1cm)
Eine hervorragend konditionierte Flasche.
Von der Klasse problemlos auf 1er Cru oder Grand Cru Niveau, was wieder einmal zeigt, dass die Klassifikation nicht viel aussagt...
Er hat es bei mir über beide Abende in die Top 8 geschafft.
2. Wein: 1952 Chambolle Musigny von Louis Latour (Füllstand 4,6cm)
3. Wein: 1952 Grands Echezeaux von der Domaine de la Romanée-Conti (Füllstand 7cm)
Trotz sehr bedenklichen Füllstands einer DER Weine des Wochenendes.
Filigran, finessig, dabei aber nicht leicht zu verstehen. Eine gewisse "kühle" Aromatik. Würze und Mineralien unheimlich definiert und gradlinig. Groß.
5. Flight: Das letzte Flight schloss mit einem Wein aus zwei der guten 50er Jahre
1. Wein: 1955 Clos de la Vigne au Saint von Louis Latour (Füllstand 5,2cm)
Ich hatte vom 55er grundsätzlich mehr erwartet als vom 52er, der jedoch auf Grund seines schlechteren Füllstands zuerst im Flight war.
2. Wein: 1952 Corton la Vigne au Saint (Füllstand 4,3cm)
Er schnitt deutlich besser ab als der 55er, landete bei mir persönlich jedoch nicht unter den ersten 8 Top Weinen, unter denen nur 2 Grand Cru waren!
Süsswein:
Zum Dessert wurde ein 1959 Chateau de Malle Sauternes (de lur Saluces) gereicht (Füllstand ts)
Ein Sauternes von eher leichtem Körper, angenehm zu trinken, fehlerlos aber nicht groß.



Nachdem der offizielle Teil zu Ende war, wurde spontan (daher war er nicht bereits am Morgen geöffnet worden) noch ein 1911 Corton Clos du Roi geöffnet, sofort dekantiert und nach ca. einer Stunde getrunken.
Diese Vorgehensweise entspricht dessen, wie alte Weine bei einem Großteil der Raritätenverkostungen / Degustationen etc. behandelt werden.
Der Wein präsentierte sich unglaublich tief, jung und frisch in der Farbe. Die Nase war sehr gut, jedoch nicht besonders expressiv.
Am Gaumen konnte er sein Alter nicht verleugnen, jedoch hat der Wein auch fast nichts preisgegeben, ausser eines noch mittleren Körpers und einer zu aufdringlichen Säure.
Da ich den Wein kannte und deutlich anders schon im Glas hatte (mit anderer Vorgehensweise bei Öffnung/ Karaffierung) beschlossen wir eine vom Füllstand möglichst identische Flasche am nächsten Tag nochmals zu verkosten.
Diesmal jedoch mit der Methode, die auch für die anderen Weine genutzt wurde.
Das Ergebnis finden Sie demnächst beim zweiten Post zum 2. Tag, mit Weinen von 1949 bis 1895.
Danke. Ein schöner Bericht.
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